Suche



ÜBER UNS - Infoseiten über die Gliederungen des Forst&Jagd-Dialoges, deren Mitglieder, Aufgaben und Aktivitäten!


Als Basis für einen ergebnisverbindlichen Dialog soll die Mariazeller Erklärung rasch zu konkreten Maßnahmen mit zeitnahen Umsetzungen und Evaluierungen führen. Diese Vereinbarung verdeutlicht, dass der Weg zu ausgeglichenen „wald- und wildökologischen Verhältnissen“ nur gemeinsam mit vereinten Kräften auf allen Ebenen – lokal wie bundesländerweit – mit der gebotenen Dringlichkeit zu beschreiten ist. Die aktuellen Ergebnisse der österreichischen Waldinventur (ÖWI) und des Wildeinfluss-Monitorings (WEM) sollen dabei Grundlage für fachlich fundierte Diskussionen über Wald & Wild sein.


Prinzipien

In der „Mariazeller Erklärung“ wurden die wichtigsten Eckpunkte wie folgt festgeschrieben: Jagd ist untrennbar mit Grund und Boden verbunden – die Jagd wird im Rahmen des unverrückbaren föderalen revierbezogenen Jagdsystems ausgeübt. Die Bewirtschaftungsrechte und die damit verbundene Verantwortung der Grundeigentümer sind unantastbar. Wildtiere sind integraler Teil der Waldökosysteme. Wir bekennen uns vorbehaltlos zur multifunktionalen Waldwirtschaft mit ausgewogenen Lebensraumbedingungen. ÖWI und WEM liefern dabei Ergebnisse, die außer Streit stehen. Ihre Interpretation und die Vereinbarung adäquater Lösungsstrategien haben gemeinsam mit Augenmaß und Realitätsnähe auf allen Ebenen zu erfolgen. Die Wissenschaft hat dabei – und auch bei weiteren Methodenentwicklungen – entsprechend Hilfestellung zu geben. Die Eigenverantwortung der Jägerschaft ist unbestritten und weiter zu forcieren. Der Ausbildung und Einstellung der österreichischen Jäger im Hinblick auf die Wald-Wild-Zusammenhänge ist weiterhin höchster Stellenwert einzuräumen. Notwendige jagdrechtliche Rahmenbedingungen in den Ländern sind anzustreben und bestmöglich umzusetzen.


Foto: Streitmaier

Ziele

Die Verjüngung der am Standort typisch vorkommenden Baumarten soll grundsätzlich dem natürlichen Potenzial entsprechend erfolgen können. Die Wildstände sollen derart gestaltet sein, dass Schutzmaßnahmen nicht die Regel, sondern die Ausnahme darstellen. Weitere Verschlechterungen der Wildlebensräume und weitere Beeinträchtigungen des Wildes und seiner Lebensweise durch Dritte sind hintanzuhalten. Die Regulierung der Schalenwildbestände ist die vordringliche Aufgabe der nahen Zukunft. Grundeigentümer und Jagdausübungsberechtigte sind in gleichem Maße aufgerufen, entsprechende Maßnahmen auf allen Ebenen im Rahmen eines ergebnisverbindlichen Dialogs zu setzen, um diese Ziele zu erreichen.



Vordringliche Themen

Um diese Ziele zu erreichen, werden folgende Themen in Angriff genommen: Bewusstseinsbildung, Kommunikation und Motivation: Hier gilt es besonders, die Aus- und Weiterbildung der handelnden Personen in „Jagd“ und „Forst“ zu unterstützen.

Weiters sollen Beiträge in Fachmedien informieren und aufklären. Geplant ist auch die Auszeichnung von erfolgreichen Lösungsmodellen. WEM/ÖWI-Ergebnisse und Lösungsstrategien:

Die vorliegenden Daten sollen analysiert und nach Dringlichkeiten gereiht werden. Weites sollen bezirksweise Aktionspläne entwickelt und erfolgreiche Pilotprojekte hervorgehoben werden.

Landesjagdgesetze und deren Umsetzung: Gemeinsam sollen fördernde oder hemmende Regelungen in den Landesjagdgesetzen – in Bezug auf „Wald- & Wildökologie“ – analysiert und diskutiert werden.

Die fachlichen Expertisen sollen auch im „Österreichischen Walddialog“ vorgestellt werden. Entschädigungszahlungen nach den Landesjagdgesetzen sind derzeit noch keine eigene Themenstellung im „Forst&Jagd-Dialog“.


Foto: Fladenhofer






mit freundlicher Unterstützung von:



Hosting by abaton GmbH