Mariazeller Preis 2024/25 – Kategorie Eigenjagd

Die Reviere liegen im Lafnitztal in den Gemeinden Neudau, Wörth und Hackerberg auf einer Seehöhe von 300 bis 350 m.

Die Eigenjagdflächen (2 Besitzer) inkl. Vorpachtflächen betragen 942 ha und 243 ha, die Fläche der dazugepachteten Gemeindejagd Neudau 380 ha. Demnach umfasst die gesamte Jagdfläche 1.565 ha.

Während die Reviere in Neudau und Wörth in der Steiermark liegen, befindet sich die Eigenjagd Hackerberg (mit 72 ha die kleinste Eigenjagd des Bundeslandes) im Burgenland und ist geografisch an die Eigenjagd in der Steiermark angeschlossen. Allerdings wird dort nach burgenländischem Jagdgesetz mit entsprechenden Abschusszeiten, Abschussplänen usw. gejagt.

Die landwirtschaftlichen Flächen in der Eigenjagd (132 ha) werden selbst bewirtschaftet, wobei auf den Ackerflächen Mais, Soja und Winterweizen angebaut werden. Dazu kommen Grünbrachen und Blühflächen lt. EU ÖPUL-Richtlinien sowie Naturschutzflächen. Die landwirtschaftliche Nutzung in der gepachteten Gemeindejagd ist ähnlich.

Forstwirtschaft:

Vor 250 Jahren gab es in den Wäldern um Neudau fast ausschließlich autochthone Rot- u. Weißbuche. Diese wurde verkohlt und in Hammerwerken entlang der Lafnitz zur Eisenbearbeitung verwendet. Mit Aufkommen der Braun- und Steinkohle erfolgte die Umwandlung in Fichten-/Tannen- und Kiefernbestände. Fichte und Kiefer haben sich je nach Rehwildbestand natürlich verjüngt und wurden auch nach Kahlschlägen wieder aufgeforstet. Wenige Eichenbestände sind an den Teichufern vorhanden. Einige Versuche wurden auch mit Roteiche und Douglasie unternommen und können als erfolgreich bezeichnet werden.

Die Bewirtschaftung erfolgt heute durch Endnutzung von Altholz in Naturverjüngungen. Dabei werden Gassen mit Traktor-befahrbaren Astmatten angelegt. Nach Stammzahlreduktion wird mehrmals durchforstet, um durch eine finale Lichtung wieder die Naturverjüngung anzuregen.